"Schwieriges" Verhalten

Folgende Verhaltensweisen von Patienten werden von Helfern als besonders belastend erlebt:

  • Ausbrüche intensiven Ärgers
  • aggressives Sprachverhalten
  • theatralisches Verhalten
  • übertriebener Ausdruck von Gefühlen
  • andauerndes Verlangen nach Anerkennung durch andere
  • erhöhte Kränkbarkeit
  • Misstrauen
  • mangelndes Befolgen vorgegebener Regeln
  • streitsüchtiges und beharrliches, situationsunangemessenes Bestehen auf eigenen Rechten
  • häufiges Anfordern von Hilfe
  • demonstratives Schmerzgebaren
  • Klagen, Jammern
  • Schweigen
  • ständige Klagen, krank zu sein, oft verbunden mit hypochondrischen Beschwerden und kränkelndem Verhalten
  • Suizid-Drohungen und Suizid-Handlungen
  • Undankbarkeit
  • Verweigern der Mitarbeit

Solch »schwieriges« Verhalten frustriert den Helfer, löst Widerstände aus und kostet Zeit, Geld und Nerven. Wenn aber das Verhältnis zwischen Helfer und Patient belastet ist, ist der Behandlungserfolg in Frage gestellt. Interaktionskompetenz, Bewusstheit und Professionalität im Umgang mit Patienten – speziell mit schwierigen – ist von daher eine Grundvoraussetzung jeder Behandlung.